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Selbstverpflichtung der VRI GmbH

Klimaschutzleitlinien

Unser Rahmen für betrieblichen Klimaschutz bis 2035

Stand: März 2026 | Zeithorizont: 2035 | Erstellt im Rahmen von Klimafit Baden-Württemberg, Region Ostwürttemberg

Mit diesen Leitlinien legt die VRI GmbH Batterie-Technik den verbindlichen Rahmen für den betrieblichen Klimaschutz fest. Sie beschreiben den Grundsatz unseres Handelns, die Erfassung unserer Treibhausgasemissionen, die Klimaziele bis 2035 sowie die konkreten Handlungsfelder, in denen wir Emissionen vermeiden, reduzieren und – wo unvermeidbar – kompensieren.

Unser Bekenntnis zum Klimaschutz

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Als Entwickler und Hersteller von Batteriesystemen tragen wir eine besondere Verantwortung: Unsere Produkte ermöglichen die Elektrifizierung und Dekarbonisierung in zahlreichen Industrien – von der E-Mobilität über die Robotik bis zur Medizintechnik. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass die Herstellung von Batteriesystemen selbst Ressourcen verbraucht und Emissionen verursacht.

Diesen Herausforderungen stellen wir uns aktiv. Wir haben bereits erheblich in nachhaltige Infrastruktur investiert: Unsere Photovoltaikanlage mit Pufferspeicher deckt rund 83 % des Strombedarfs unserer Endfertigung, unser Verwaltungs- und Fertigungsgebäude wird CO₂-neutral mit Grundwasser beheizt und gekühlt, und mit unserem E-Firmenfahrzeug und 10 Ladesäulen setzen wir auf klimafreundliche Mobilität. Unsere Produktlinie vri BASE LINE ist von Anfang an auf Langlebigkeit, Modularität und Wiederverwendung ausgelegt.

Auf dieser Grundlage verpflichten wir uns, unseren ökologischen Fußabdruck systematisch zu erfassen, kontinuierlich zu reduzieren und unser Unternehmen zukunfts- und wettbewerbsfähig aufzustellen. Mit diesen Klimaschutzleitlinien formulieren wir unseren verbindlichen Rahmen für den betrieblichen Klimaschutz bis zum Jahr 2035.

Als Familienunternehmen mit Sitz in Ellwangen (Jagst) und über 30 Jahren Erfahrung denken wir nicht nur an das Heute, sondern an das Morgen. Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und unserer Unternehmenskultur.

Unser Grundsatz

Wir handeln konsequent nach dem Prinzip:

„Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren.“

Das bedeutet: Bevor wir Emissionen kompensieren, setzen wir alles daran, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Wo das nicht möglich ist, arbeiten wir an deren Reduktion. Kompensation betrachten wir als letztes Mittel für derzeit unvermeidbare Emissionen.

Erfassung unserer Treibhausgasemissionen

Bilanzierung nach dem Greenhouse Gas Protocol

Im Rahmen unserer Teilnahme am Programm Klimafit BW erstellen wir erstmalig eine umfassende Treibhausgasbilanz (THG-Bilanz) auf Basis des international anerkannten Greenhouse Gas Protocol. Dabei differenzieren wir zwischen drei Scopes:

Scope-Übersicht
Scope 1 – Direkte Emissionen Emissionen aus der Nutzung von Primärenergieträgern in unserem Unternehmen, z. B. Heizung, Fuhrpark, Produktionsprozesse (Löten, Schweißen, Prüfstände).
Scope 2 – Indirekte Emissionen aus Energiebezug Emissionen, die durch den Bezug von Strom und Wärme bei Energieversorgern entstehen.
Scope 3 – Sonstige indirekte Emissionen Emissionen aus vor- und nachgelagerten Tätigkeiten entlang unserer Wertschöpfungskette: eingekaufte Güter und Rohstoffe (Batteriezellen, Elektronikkomponenten, Gehäusematerialien), vorgelagerte Transporte und Logistik, Pendlerverkehr der Mitarbeitenden, Dienstreisen, Abfall und Entsorgung sowie Auslieferung an Kunden.

Wesentlichkeitsanalyse

Als Batteriesystem-Hersteller gehen wir davon aus, dass der größte Anteil unserer Emissionen im Bereich Scope 3 liegt – insbesondere durch die eingekauften Batteriezellen und Elektronikkomponenten. 
Die genaue Aufteilung wird durch die THG-Bilanz ermittelt und bildet die Grundlage für die Priorisierung unserer Maßnahmen.

Jährliche Aktualisierung

Wir verpflichten uns, unsere Treibhausgasbilanz jährlich zu aktualisieren und den Berichtsrahmen sukzessive zu erweitern – insbesondere im Bereich Scope 3, nach dem Prinzip der Vollständigkeit.

Unsere Klimaziele bis 2035

Klimaziele 2035 bei VRI – nachhaltige Batteriesystem-Entwicklung und verantwortungsvolle Batterieproduktion Klimaziele 2035 bei VRI – nachhaltige Batteriesystem-Entwicklung und verantwortungsvolle Batterieproduktion

Übergeordnetes Ziel

Wir streben an, unsere Treibhausgasemissionen bis 2035 signifikant zu reduzieren und orientieren uns dabei an den Klimazielen der Bundesregierung und des Landes Baden-Württemberg. 
Konkrete Reduktionsziele werden nach Fertigstellung unserer ersten THG-Bilanz im Rahmen des Klimafit-Programms definiert und als Meilensteine in diese Leitlinie aufgenommen.

Etappenziele 

konkrete Etappenziele werden nach Fertigstellung der ersten Treibhausgasbilanz im Rahmen des Klimafit-Programms ergänzt und als verbindliche Meilensteine in dieses Dokument aufgenommen.

Handlungsfelder und Maßnahmen

Die folgenden sechs Handlungsfelder definieren, wo wir bis 2035 Emissionen vermeiden, reduzieren und unseren ökologischen Fußabdruck systematisch verkleinern. Pro Handlungsfeld benennen wir die Ausgangslage und die geplanten Maßnahmen.

Energie und Gebäude

Ausgangslage:

Wir haben bereits erheblich in unsere Energieinfrastruktur investiert. Unser Verwaltungs- und Fertigungsgebäude wird CO₂-neutral mit Grundwasser beheizt und gekühlt.
Unsere Photovoltaikanlage mit Pufferspeicher deckt rund 83 % des Strombedarfs der Endfertigung aus erneuerbarer Eigenproduktion. Unser Umweltmanagement ist nach ISO 14001 zertifiziert. 
In allen Bereichen – Produktion, Lager, Verwaltung – ist energieeffiziente LED-Beleuchtung im Einsatz.

  • Ausbau der Photovoltaikanlage auf zusätzliche Dach- und Fassadenflächen, um den Eigenversorgungsgrad über die Endfertigung hinaus auf weitere Unternehmensbereiche (Verwaltung, Lager, Prüflabor) auszuweiten.
  • Erweiterung der Energiespeicherkapazität, um überschüssigen PV-Strom effizienter zu nutzen, den Eigenverbrauchsanteil weiter zu steigern und Lastspitzen abzufedern.
  • Langfristiges Ziel: Maximierung der Eigenversorgung am gesamten Standort durch die Kombination aus PV-Ausbau und Speichertechnologie.
  • Sukzessive Umstellung auf 100 % Ökostrom aus erneuerbaren Energien für den verbleibenden Reststrombedarf.
  • Optimierung des Energieverbrauchs in der Fertigung (Lötanlagen, Prüfstände, Druckluft).
  • Einführung eines systematischen Energiemonitorings als Vorstufe zu einem möglichen Energiemanagementsystem (ISO 50001).
  • Intelligente Gebäudesteuerung (Heizung, Lüftung, Beleuchtung) zur Vermeidung von Standby-Verbrauch.

Mobilität und Logistik

Ausgangslage:

Wir setzen bereits aktiv auf E-Mobilität: Ein E-Firmenfahrzeug ist im Einsatz für CO₂-arme Mobilität im Alltag, und an unserem Standort in Ellwangen stehen 10 firmeneigene Ladesäulen für Firmenfahrzeuge und Mitarbeitende zur Verfügung.

  • Konsequente Elektrifizierung des gesamten Fuhrparks – bei jeder Neuanschaffung vorrangig Elektrofahrzeuge.
  • Ausbau der Ladeinfrastruktur bei wachsendem Bedarf.
  • Förderung nachhaltiger Mobilität der Mitarbeitenden: Businessbike-Angebot (bereits vorhanden), Fahrgemeinschaften, Verbesserung der ÖPNV-Anbindung.
  • Reduzierung von Dienstreisen durch verstärkten Einsatz von Videokonferenzen.
  • Bei unvermeidbaren Dienstreisen: Bevorzugung der Bahn vor dem Flugzeug.
  • Optimierung der Auslieferlogistik: Bündelung von Sendungen, Auswahl klimafreundlicher Logistikpartner.
  • Gefahrgutkonformer Versand unter Berücksichtigung der Transportemissionen.

Beschaffung und Lieferkette

Ausgangslage:

Als Batteriesystem-Entwickler sind unsere eingekauften Güter (Batteriezellen von Panasonic, Samsung, Varta, Tadiran, Saft u. a., Elektronikkomponenten, Gehäusematerialien) voraussichtlich unsere größte Emissionsquelle

Maßnahmen:

  • Berücksichtigung von Klimaschutzkriterien bei der Lieferantenbewertung und -auswahl.
  • Bevorzugung regionaler Lieferanten und Dienstleister, sofern möglich und wirtschaftlich vertretbar.
  • Einsatz von recyceltem oder recycelbarem Grundmaterial – wie bereits heute praktiziert – mit dem Ziel, den Anteil kontinuierlich zu steigern.
  • Dialog mit Zellherstellern zu deren Klimastrategien und Transparenz bei Emissionsdaten.
  • Langfristige Partnerschaften mit Lieferanten, die nachweislich an der Reduktion ihrer Emissionen arbeiten.

Produktion und Prozesse

Ausgangslage:

Wir sind an das Gemeinsame Rücknahmesystem für Batterien (GRS) angeschlossen und bieten jedem unserer Kunden aktiv an, Altbatterien an uns zurückzusenden. Damit übernehmen wir bereits Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte.

  • Optimierung der Fertigungsprozesse hinsichtlich Energieverbrauch und Materialeffizienz.
  • Reduktion von Ausschuss und Nacharbeit durch Qualitätssicherung (unterstützt durch unser QM-System nach ISO 9001).
  • Prüfung alternativer, energieärmerer Fertigungsverfahren.
  • Abfallvermeidung und konsequente Materialtrennung in der Produktion.
  • Fachgerechte Entsorgung und Recycling von Batterieabfällen und Gefahrstoffen gemäß gesetzlicher Vorgaben – aufbauend auf unserer bestehenden GRS-Anbindung.
  • Steigerung der Rücknahmequote durch aktive Kommunikation des Rücknahmeangebots an Bestandskunden.
  • Reduzierung von Verpackungsmaterial beim Versand, Einsatz recycelbarer Verpackungen.

Produkte und Produktentwicklung

Ausgangslage:

Nachhaltigkeit ist bei uns bereits im Produktdesign verankert. Wir entwickeln modulare und langlebige Konzepte, die von Anfang an ressourcenschonend ausgelegt sind. Unsere Komponenten sind gezielt auf Reparatur und Wiederverwendung ausgelegt. Ein konkretes Beispiel ist unsere vriBASE-LINE Serie: Hier kann das Batterie-Management-System (BMS) wiederverwendet werden – es muss lediglich ein Zelltausch erfolgen. Das System ist so konzipiert, dass der BMS-Tausch schnell und mit minimalem Energieaufwand durchführbar ist. Das verlängert den Lebenszyklus der Elektronik und reduziert den Ressourcenverbrauch. Unsere Batteriesysteme sind ein Schlüsselbaustein für die Dekarbonisierung in zahlreichen Branchen.

  • Weiterentwicklung des Design-for-Sustainability-Ansatzes: Modularität, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit als feste Designkriterien.
  • Übertragung des vriBASE-LINE-Prinzips (wiederverwendbares BMS, einfacher Zelltausch) auf weitere Produktlinien und kundenspezifische Entwicklungen.
  • Entwicklung langlebiger und energieeffizienter Batteriesysteme, die über ihren Lebenszyklus einen positiven Klimabeitrag leisten.
  • Stärkung der Kreislaufwirtschaft: Weiterentwicklung unseres bestehenden Rücknahme- und Recyclingkonzepts (GRS) und Prüfung ergänzender Second-Life-Anwendungen für zurückgenommene Batterien.
  • Unterstützung unserer Kunden bei der Umstellung auf klimafreundlichere Lösungen durch unsere Beratungskompetenz.

Abfall, Wasser und Ressourcen

Maßnahmen:

  • Konsequente Abfalltrennung und Maximierung der Recyclingquote.
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Gefahrstoffen und fachgerechte Entsorgung.
  • Sparsamer Umgang mit Wasser und Prüfung von Kreislaufführung im Produktionsbereich.
  • Reduktion des Papierverbrauchs durch Digitalisierung von Prozessen und Dokumenten.

Mitarbeitende informieren und einbinden

Klimaschutz-Schulung bei VRI – Einbindung der Mitarbeitenden in nachhaltige Batterieentwicklung und Fachwissen Batteriesysteme Klimaschutz-Schulung bei VRI – Einbindung der Mitarbeitenden in nachhaltige Batterieentwicklung und Fachwissen Batteriesysteme

Erfolgreichen Klimaschutz erreichen wir nur durch die Einbindung der Geschäftsleitung, der Führungskräfte und die aktive Mitwirkung aller Mitarbeitenden. Klimaschutz muss bei VRI gelebt werden, nicht nur verwaltet.

Maßnahmen:

  • Regelmäßige Information aller Mitarbeitenden über Klimaschutzziele, Fortschritte und Maßnahmen.
  • Einbindung der Mitarbeitenden über Umfragen, Workshops und Ideenwettbewerbe (aufbauend auf der Klimafit-Mitarbeiterumfrage).
  • Schulungen und Sensibilisierung zum Thema Klimaschutz im Arbeitsalltag (Energiesparen, Mülltrennung, klimafreundliche Mobilität).
  • Förderung einer Unternehmenskultur, in der Klimaschutz als gemeinsame Verantwortung verstanden wird.
  • Anerkennung und Wertschätzung des Engagements der Mitarbeitenden für den Klimaschutz.

Organisation und Verantwortlichkeiten

Rolle Aufgabe und Verantwortung
Geschäftsführung (Ralf Isermeyer) Trägt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung der Klimaschutzleitlinien und stellt die notwendigen Ressourcen bereit.
Klimaschutzbeauftragter (Ralf Isermeyer) Fungiert als Ansprechpartner, Datenerfasser und Kontrolleur. Koordiniert die Umsetzung der Maßnahmen und berichtet regelmäßig an die Geschäftsführung.
Alle Mitarbeitenden Tragen durch ihr tägliches Handeln zur Erreichung der Klimaziele bei.

Unser Beitrag zur Energiewende

Als Hersteller von Batteriesystemen sind wir Teil der Lösung: Unsere Produkte ermöglichen die Speicherung erneuerbarer Energien, die Elektrifizierung von Mobilität und Industrie und den Betrieb autonomer Systeme – von fahrerlosen Transportsystemen bis zur Medizintechnik.
Diesen positiven Beitrag wollen wir weiter ausbauen und gleichzeitig sicherstellen, dass unsere eigene Wertschöpfung so klimafreundlich wie möglich erfolgt.

Wir orientieren uns dabei an den Klimazielen der Bundesregierung (Klimaneutralität bis 2045), den Zielen des Landes Baden-Württemberg und an SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) der Vereinten Nationen.

Geltungsbereich und Kontakt

Geltungsbereich

Diese Klimaschutzleitlinien gelten für den Standort Ellwangen (Jagst), Wilhelm-Maybach-Straße 4, und umfassen alle Geschäftsbereiche der VRI GmbH Batterie-Technik – Verwaltung, Entwicklung, Produktion und Logistik.

Verantwortlich

VRI GmbH Batterie-Technik
Wilhelm-Maybach-Straße 4
73479 Ellwangen (Jagst)

Geschäftsführung: Ralf Isermeyer

 

Zweck: Diese Klimaschutzleitlinien sind eine freiwillige Selbstverpflichtung der VRI GmbH Batterie-Technik. Sie beschreiben unseren Rahmen für betrieblichen Klimaschutz und ersetzen weder gesetzliche Vorgaben noch verbindliche Zertifizierungsstandards.

Quelle: Erstellt im Rahmen der Teilnahme am Programm Klimafit Baden-Württemberg, Region Ostwürttemberg. Das Programm wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert und durch die CMC Sustainability GmbH begleitet. Die Bilanzierungsmethodik orientiert sich am Greenhouse Gas Protocol.

Letzte Aktualisierung | Basis | Quelle: März 2026 | Erstausgabe v1.0 | Klimafit BW / CMC Sustainability GmbH. Diese Leitlinien werden mindestens alle zwei Jahre überprüft und nach Fertigstellung der ersten Treibhausgasbilanz um konkrete Reduktionsziele (Kapitel 4.2) ergänzt.